Kunstpflege Hirschhorn e.V. - Lesung mit dem Schriftsteller und Maler Oded Netivi

Lesung mit Hintergründen vom Nahen Osten

Schriftsteller Oded Netivi gab im Cafe am Rathaus literarische Kostproben aus seinem Debütroman

Regelmäßig gibt Ingrid Mertes, Leiterin der Stadtbücherei Hirschhorn, den RNZ-Lesern Lesetipps. Nun stellte sie den Roman "Gott ist schuld - Jerusalem im Fadenkreuz" des deutsch-israelischen Schriftstellers Oded Netivi vor.
In seinem ersten Roman, einem fiktiven Polit-Thriller, wurde aus Israel und Palästina ein Staatenbund, dessen Frieden durch Extremisten, Terrorgruppen, Hass und Morde gefärdet wird.
(Handlung)
Netivi versucht mit seinem visionären Buch einen Beitrag zur Versöhnung und zu einer hoffnungsvollen Zukunft zu leisten und einen möglichen Weg zu einem friedlichen Miteinander der Völker in Nahost aufzuzeigen.
»Photo-Galerie«
Alle Bilder © Enno Folkerts
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ODED NETIVI „GOTT IST SCHULD - Jerusalem im Fadenkreuz”

Gott ist schuld ist der Debütroman des deutsch-israelischen Schriftstellers und Malers Oded Netivi.
Das 2011 veröffentlichte Werk mit dem Originaltitel „Gott ist keine Ausrede“ erzählt die Geschichte eines verhinderten Staatsstreichs gegen einen befriedeten gemeinsamen Staat der Juden und der Palästinenser in einer fiktiven Zukunft.


Das Buch aus dem Genre der Politthriller enthält viele Informationen über die Geschichte, die Kulturen und die Religionen dieser Region und versucht einen möglichen Weg zu einem friedlichen Miteinander der Völker in Nahost aufzuzeigen.

Handlung:

In einer nicht allzu fernen Zukunft herrscht im Nahen Osten endlich der seit langer Zeit ersehnte Frieden. Israel und die palästinensische Autonomiebehörde haben sich zu einem gemeinsamen Staatenbund zusammengerauft, eine Republik einzelner Regionen, nach ethnischen und religiösen Gesichtspunkten aufgeteilt. Die einzelnen, recht autonomen Distrikte haben sehr weitreichende Hoheits- und Selbstbestimmungsrechte in Angelegenheiten von Religion und Kultur.

Die entsprechenden „Jerusalemer Verträge“ regeln unter anderem aber auch die verschiedenen Vorschriften über eventuelle Zusammenarbeit der ansonsten unter Länderhoheit tätigen Polizeibehörden. Bei Untersuchungen von Tatbeständen oder Verfolgung von Verdächtigen ist immer dann eine Kooperation der Sicherheitsorgane vorgeschrieben, wenn Anhaltspunkte für ein grenzübergreifendes Vergehen vorliegen.

So kommt es zu einer Teambildung und Zusammenarbeit zwischen einer Polizeihauptkommissarin aus Jerusalem und einem Untersuchungsbeamten der Hauptwache von Ramallah. Die Morde nämlich, welche aufzuklären sind, entpuppen sich als eine Art Einleitung, als „Vorgeschmack“ eines riesigen terroristischen Komplotts. Mächtige Kräfte und alte Seilschaften im In- und Ausland haben großes Interesse an einer Zerschlagung des jungen demokratischen und laizistischen Staates Israel-Palästina! Sei es aus fanatischer, nationalreligiöser Unbelehrbarkeit, sei es aus strategischen, globalen oder wirtschaftlichen Interessen.

So plant eine schon längst als endgültig aufgelöst geltende Organisation jüdischer Extremisten, zum Teil in Kooperation mit palästinensischen Terrorgruppen aus früheren, konfliktträchtigen Zeiten, eine Aktion, die mit größter Wahrscheinlichkeit einen Krieg zwischen allen muslimischen Staaten und dem immer noch atomar hochgerüsteten Militär des ehemaligen Israel auslösen würde. Dabei mischen Agenten einer fremden Großmacht mächtig mit ...


Eingebettet in Bildern und Beschreibungen verschiedener Schauplätze von historischer Bedeutung und ästhetischem Reiz, entfalten sich nicht nur ein „Katz- und Mausspiel“ zwischen den verschiedenen Kontrahenten, sondern auch zum Teil die recht subtilen persönlichen Entwicklungen der einzelnen Protagonisten. So läutert sich der eine vom „Falken zur Taube“, ein anderer verwickelt sich in seine komplexen emotionalen Netze oder stürzt in die eigenen seelischen Abgründe ... ein charmanter, aber beziehungsängstlicher Polizeibeamter findet seinen Weg zu einer liebesenttäuschten Kommissarin ...

Verwoben mit dem Ablauf der Handlung sind jede Menge Informationen über Geschichte, Religion, Kultur und Politik der Region. Mit eingebunden wird auch veranschaulicht, wie es in jener Zukunftsvision, trotz Jahrzehnten des Hasses und des Misstrauens, letztendlich zu einem befriedigenden Zusammenleben der verschiedenen Völker im Nahen Osten kommen konnte. Denn im Grunde handelt es sich bei diesem Roman um eine Liebesgeschichte: eine zuerst zaghafte Zuneigung zwischen auch kulturell fremden Menschen, eine Hinwendung, die sich zu einer tiefen Liebe entwickelt. Eine fiktive „Zweckgemeinschaft“ zwischen zwei ursprünglich verfeindeten Völkern, die langsam in eine „Liebesehe“ mündet. Und schließlich die bedingungs- und rückhaltlose Liebe zum Frieden zwischen den Menschen schlechthin.



Das Buch kann man über den
Zambon Verlag
Leipziger Str. 24
D-60487 Frankfurt / Main
zambon@zambon.net
oder über ISBN-10: 3942472074 bestellen.
Selbstverständlich ist das Buch auch beim Autor direkt zu bekommen.

»NEUERSCHEINUNG«

»Insel mit Fenster«

von Oded Netivi

"Sein Antlitz verbarg wie die Schalen einer Zwiebel Hunderte von Masken, Abbilder aller beklagenswerten Geschöpfe, die er in so vielen Jahren erniedrigt und verletzt, gequält und getötet hatte…
Und der Eröffnungswalzer, der sich die kleinen Treppen des Theatereingangs wie ein Bächlein heraus und herunter schlängelte, verwandelte sich plötzlich in einen schweren, einen verzweifelten Tango, in jene Musik, der so viele Versprechungen innewohnen und die so wenige Hoffnungen erfüllt."

Der Polizeibeamte Lorenzo Hagen verhört die Gegner des Systems mit den brutalen Methoden eines autokratisch regierten Staates. Die Kamerafrau Ricarda stößt bei ihrer Arbeit auf grausame Machenschaften des Regimes und wird Teil einer Untergrundorganisation, die die Macht des Staates durch verschlüsselte Briefe, geschickte Hackerangriffe und die Entführungen von Beamten ins Wanken bringen. Beide wissen nichts über die genauen Tätigkeiten des anderen und verlieben sich ineinander, ohne zu ahnen, wie fest ihre Schicksale schon längst miteinander verbunden sind. Im Laufe der aufkeimenden Revolution verstricken sich die Zusammenhänge zu einem spannenden Rätsel um Vergangenheit, politische Verschwörungen und das Aufdecken der Wahrheit. Niemand weiß, was passieren wird, wenn die Revolution die Karten ganz neu mischt.

Oded Netivi trug aus seinem neuen Buch
»Insel mit Fenster«
selbst vor.
Die Lesung fand am 27. Februar 2015 im Cafe am Rathaus statt.

Für den weiteren Verkauf wünschen wir Oded Netivi viel Erfolg, er hat wieder ein sehr lesenswertes Buch geschrieben.

meint dazu:

"(...) „Insel mit Fenster“ lebt von kleinen Ideen und einer bildgewaltigen Sprache. Die äußere Handlung wird zugunsten von Symbolen und Anspielungen zurückgeschraubt und das individuelle Schicksal hat Vorrang vor dem großen Ganzen. Auf diese Weise wird deutlich, dass Veränderungen keiner großen Ereignisse bedürfen, sondern dass jede Revolution im Kleinen, mit persönlichem Engagement beginnt und dass jeder Einzelne seinen Beitrag dazu leisten kann.

Neben diesen hoffnungsvollen Tönen klingt in „Insel mit Fenster“ jedoch auch die harte Realität an. Themen wie Folter, Organ- und Menschenhandel, Überwachung und Polizeigewalt kommen zur Sprache und zeigen die Funktionsmechanismen eines Willkürstaats gut auf. Die Protagonisten leiden an ihrem persönlichen Schicksal und den politischen Zwängen, denen sie sich ausgeliefert sehen, und ziehen für sich jeweils andere Konsequenzen. (...)"

(krimizeitschrift.de über "Insel mit Fenster", vergibt 4 von 5 Sternen)
Die vollständige Rezension finden Sie unter: http://krimizeitschrift.de/review-insel-mit-fenster-widerstand-ist-moeglich/

Rouven Hans vom ekz bibliotheksservice über "Insel mit Fenster":
"Insgesamt ein düsteres, aber gelungenes Werk über Folter, Überwachung und Polizeigewalt."

»NEUERSCHEINUNG UND LESUNG«

Am 27.8.2015 hatte die Galerie am Ganges um 20:00 Uhr ein Ereigniss besonderer ART.

Aus seinem neuen Buch, rezitierte der Autor Oded Netivi selbst.


Aus dem Klappentext:

„Die Anzeige“

Zurück in Heidelberg überfliegt Ron Schreiber noch einmal seinen Brief, mit dem er sich der Frau hinter der anonymen Kontaktanzeige vorstellen will. Er kann nicht wissen, dass er drauf und dran ist, eine Affäre mit der Frau seines schärfsten politischen Widersachers zu beginnen.
In einem Netz aus Macht, Politik und Wirtschaftsinteressen versucht der Reporter Licht ins Dunkel zu bringen. Doch je näher ihn seine Recherchen der Wahrheit bringen, um so mehr gerät er ins Visier mächtiger politischer Gegner ...
Diese haben nämlich vor, einen gigantischen Flughafen zwischen Eppelheim und Schwetzingen gegen den Widerstand der Heidelberger Bürger zu errichten ...
Wenn man so will, ist dieser Politthriller eine Adaption des Konflikts „Stuttgart-21“ auf die Stadt Heidelberg, eingebettet in eine charmante Liebesgeschichte, die unter den Dächern von Paris auch nicht schöner hätte sein können.

Das Buch kann man über den
SWB Verlag,
Gaisburgstr. 4 B,
70182 Stuttgart
Die Anzeige | SüdWestBuch Verlag
oder über ISBN: 9783945769010 suchen und bestellen.
Selbstverständlich ist das Buch auch beim Autor direkt zu bekommen.
» Eigenleben - Wenn ein Buch beginnt zu leben «

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