2. HIRSCHHORNER GITARREN-NACHT

" Wir haben fertig ... "

Wie die Atelierkonzerte der „Kunstpflege Hirschhorn“ wirklich beginnen, wissen nur Eingeweihte. Im Atelier von Enno Folkerts in Hirschhorn-Langenthal, bei gutem Wetter, wie am 04.Mai 2018, draußen, sitzen Vereinsmitglieder und Musiker an einem langen Tisch zusammen und essen. Entsprechend aufgelockert ist die Stimmung, als die Besucher eintreffen. Als Bürgermeister Berthold mit einigen Grußworten das Konzert eröffnet, ist das Atelier voll; über 70 Besucher hat die 2. Hirschhorner Gitarrennacht.

Wie schon bei der ersten Gitarrennacht beginnt der Nachwuchs. Dabei hat sich eine kleine Änderung ergeben: Von der Musikschule Odenwald spielen nicht die Geschwister Karapandza mit ihrem Lehrer David Forstman, sondern Lisa Janßen und Erik Hanke. Was die Jugendlichen hier abliefern, sind keine Übungsstücke, sondern hochkarätige Barockmusik auf Gitarren. Es ist sehr zu hoffen, dass sie ihren Weg als Musiker weitergehen.

Kaum hat Claus Boesser-Ferrari begonnen, fragt man sich unwillkürlich: „Ja, darf man den das mit einer Gitarre machen?“ Er bespielt jedes Teil des Instruments, inklusive Zarge und Deckel, setzt Paukenschlägel und sogar einen Ventilator ein. Die Klänge, die er so erzeugt, erwartet man normalerweise nicht von einer Gitarre. Dazwischen setzt immer wieder sehr melodische Passagen, in denen gelegentlich auch einige Takte bekannter Stücke zitiert werden - an die Adresse der anwesenden Kinder sogar unüberhörbar „Pippi Langstrumpf“.

Puristen könnten zweifeln, ob Heiko Plank in eine Gitarrennacht gehört, denn sein selbst entwickeltes Instrument hat nur noch entfernte Ähnlichkeit mit einer Gitarre. Ansonsten heißt es einfach: Zurücklehnen, abschalten und die Klanggebäude, die er errichtet, genießen. Sein zweites Stück, stellt er anrührend vor. Es heißt „Angekommen“ und ist eine Hommage an seine neue Heimat im Odenwald, wo er sich schon nach kurzer Zeit in der Landschaft und bei den Menschen zu Hause fühlte.

Die weiteste Anfahrt dürfte der dritte Musiker gehabt haben: Konarak Reddy kommt aus Bangalore in Indien. Als er spielt, fühlt man sich jedoch weniger an Ravi Shankar erinnert, sondern eher an Andrés Segovia, den Altmeister der spanischen Gitarre. Reddy versteht er es aber, immer wieder Elemente der indischen Musik einzuflechten. So kommt der Klang des indischen Raga, den er nicht auf der Sitar, sondern auch auf der Gitarre spielt, dem Publikum schon fast vertraut vor.

Es scheint, dass weniger die Musiker nun eine Pause brauchen, als das Publikum. Danach kommt der Abschluss, ein echtes „Finale furioso“, dass alle drei zusammen frei improvisieren. Es war ein Musikabend, für den der Begriff „gelungen“ weit untertreibt. Das Ambiente im Maleratelier, die gelöste Stimmung und natürlich die Musik dreier (und zweier angehender) Meister auf der Gitarre sorgten zu Recht für volle Begeisterung beim Publikum.

Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete:

Foto-Galerie
Bilder © Jens Fiedler
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Am 4.Mai 2018 veranstaltete die Kunstpflege Hirschhorn e.V. die 2. Hirschhorner Gitarrennacht im Atelier von Enno Folkerts in Hirschhorn-Langenthal. Die Amateure waren von der Musikschule Odenwald die Schüler Lisa Janßen und Erik Hanke mit ihrem Lehrer David Forstman.

Die professionellen Musiker waren Claus Boesser Ferrari ...

Heiko Plank aus Kortelshütte ...

... und aus Indien, Konerak Reddy.

Last but not least
" FINALE FURIOSO "
Mit Claus Boesser Ferrari, Heiko Plank aus Deutschland und aus Indien Konarak Reddy.

Mit freundlicher Genehmigung von Heiko Plank

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